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12.11.2026

15. Landesweiter Tag der Genderforschung 2026 – mit Sebastian Scheele

MAGDEBURG, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg / Campus Welcome Center
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Initiative in Gedenken an Semra Ertan

Erinnern heißt handeln: Unterstützt die Initiative in Gedenken an Semra Ertan

Die Initiative in Gedenken an Semra Ertan hält die Erinnerung an die Dichterin und antirassistische Aktivistin lebendig. Seit vielen Jahren engagieren sich Angehörige, Freund*innen und Aktivist*innen ehrenamtlich dafür, ihre Geschichte, ihre Gedichte und ihre politische Botschaft sichtbar zu machen. Diese wichtige Erinnerungsarbeit braucht Unterstützung.

Wer war Semra Ertan?

Semra Ertan (1957–1982) war Dichterin, Arbeiterin und politische Aktivistin. Sie kam 1971 aus der Türkei in die Bundesrepublik Deutschland und schrieb über 350 Gedichte und satirische Texte, in denen sie sich mit Migration, Rassismus, Diskriminierung, sozialer Ungerechtigkeit, Liebe und Solidarität auseinandersetzte.

Im Mai 1982 setzte sie sich in Hamburg aus Protest gegen den gesellschaftlichen Rassismus selbst in Brand. Zwei Tage später starb sie im Alter von 25 Jahren.

Buchtitel:
Mein Name ist Ausländer | Benim Adım Yabancı
Gedichte | Şiirler Semra Ertan, Zühal Bilir-Meier, Cana Bilir-Meier 
edition assemblage

Ihre Gedichte sind bis heute von großer Aktualität. 2020 erschien bei der edition assemblage der zweisprachige Gedichtband Mein Name ist Ausländer | Benim Adım Yabancı.

Die Initiative in Gedenken an Semra Ertan

Die 2018 in Hamburg gegründete Initiative setzt sich dafür ein, Semra Ertans Leben und Werk im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. In ihr engagieren sich unter anderem ihre Schwester Zühal Bilir-Meier, ihre Nichte Cana Bilir-Meier sowie Menschen aus der Hamburger Stadtteil- und Erinnerungsarbeit.

Die Initiative organisiert jährlich Gedenkveranstaltungen mit Lesungen, Musik, künstlerischen und politischen Beiträgen. Sie schafft Räume für Austausch und solidarisches Erinnern und macht auf die Kontinuitäten rassistischer Gewalt aufmerksam.

Ein wichtiger Erfolg dieser Arbeit ist die im Juni 2026 offiziell beschlossene Benennung des Semra-Ertan-Platzes in Hamburg-St. Pauli.

Erinnerungsarbeit braucht Unterstützung

Die Arbeit der Initiative wird seit Jahren mit großem ehrenamtlichem Engagement getragen. Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit und die Pflege einer lebendigen Erinnerungskultur verursachen jedoch Kosten.

Deshalb möchten wir als edition assemblage dazu aufrufen, die Initiative finanziell zu unterstützen.

Wer Lesungen, Veranstaltungen oder Projekte zu Semra Ertan organisiert, kann beispielsweise vor Ort Spenden sammeln und auf die Arbeit der Initiative aufmerksam machen.

Jede Spende hilft, diese wichtige Arbeit fortzusetzen.

Spendenkonto

Empfänger: GWA St. Pauli e.V.
Bank: Hamburger Sparkasse
IBAN: DE66 2005 0550 1024 2170 91
BIC: HASPDEHHXXX
Verwendungszweck (wichtig): Semra Ertan

Kontakt und weitere Informationen

Website: https://semraertaninitiative.wordpress.com/

E-Mail: semra-ertan-initiative@riseup.net

Instagram: @semra_ertan_initiative

Hinweis für Veranstalter*innen: Wer Gedichte oder Fotografien von Semra Ertan öffentlich verwenden möchte, sollte sich frühzeitig an die Initiative beziehungsweise die Angehörigen wenden und die erforderlichen Nutzungsrechte klären. Bei kommerziellen Vorhaben, insbesondere bei entgeltlicher Verwendung oder Veröffentlichung von Texten, bitten wir darum, zusätzlich Kontakt mit der edition assemblage aufzunehmen: info@edition-assemblage.de.

Wir danken allen, die dazu beitragen, Semra Ertans Stimme hörbar zu halten und die Initiative in ihrer Arbeit zu unterstützen.

edition assemblage

Şiir okumaları ve kullanım izinleri

Semra Ertan’ın şiirlerini veya fotoğraflarını kamuya açık etkinliklerde kullanmak isteyenlerin, gerekli izinleri almak üzere önceden inisiyatifle veya ailesiyle iletişime geçmelerini rica ediyoruz.

Ticari amaçlı projelerde, özellikle metinlerin ücret karşılığında kullanılması veya yayımlanması söz konusu olduğunda, ayrıca edition assemblage ile iletişime geçilmesini rica ediyoruz.

İletişim: info@edition-assemblage.de

Semra Ertan’ı Anma İnisiyatifi’nin çalışmalarını desteklemek isteyenler bağışta bulunabilir veya düzenledikleri etkinliklerde inisiyatif yararına bağış toplayabilirler. Bağışlar, gönüllü olarak yürütülen anma çalışmalarının sürdürülmesine katkı sağlar.

Bağış hesabı

Hesap sahibi: GWA St. Pauli e.V.
Banka: Hamburger Sparkasse
IBAN: DE66 2005 0550 1024 2170 91
BIC: HASPDEHHXXX
Açıklama (önemli): Semra Ertan

Desteğiniz için çok teşekkür ederiz!

Poetry Readings and Permissions for Use

Anyone wishing to use Semra Ertan’s poems or photographs at public events is kindly asked to contact the initiative or her family in advance to obtain the necessary permissions.

For commercial projects, particularly those involving the paid use or publication of her texts, please also contact edition assemblage.

Contact: info@edition-assemblage.de

Anyone wishing to support the work of the Initiative in Memory of Semra Ertan can make a donation or collect donations on behalf of the initiative at their events. Donations help sustain the initiative’s volunteer-led remembrance activities.

Donations

Account holder: GWA St. Pauli e.V.
Bank: Hamburger Sparkasse
IBAN: DE66 2005 0550 1024 2170 91
BIC: HASPDEHHXXX
Payment reference (important): Semra Ertan

Thank you very much for your support!

Wer arbeitet – und unter welchen Bedingungen?

English below

Am 7. Oktober findet weltweit der World Day for Decent Work statt.

2026 stehen besonders junge Beschäftigte und ihre Erfahrungen mit niedrigen Löhnen, unsicheren Jobs und prekären Arbeitsbedingungen im Mittelpunkt.

Was „gute Arbeit“ bedeutet, lässt sich aber nicht nur an einem Arbeitsvertrag ablesen.

Wer arbeitet?

Wer entscheidet?

Welche Arbeit wird bezahlt?

Welche bleibt unsichtbar?

Und was geschieht, wenn Beschäftigte sich organisieren?

Arbeiten, während andere feiern

Shshshshift. Eine queere clubarbeitende Klasse zwischen Lust und Widerspruch, herausgegeben von ( ) s-p-a-c-e, versammelt Gespräche mit Menschen aus der Berliner Club- und Ravekultur.

Im Mittelpunkt stehen Arbeitsbedingungen zwischen Leidenschaft und Belastung, Gegenöffentlichkeit, Prekarität und Kommerzialisierung.

Streiks jenseits der großen Fabrik

Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht, herausgegeben von Peter Nowak, beschäftigt sich mit Arbeitskämpfen in Bereichen, die häufig als schwer organisierbar gelten.

Was bedeutet Klasse?

In Nothing in common? untersucht Torsten Bewernitz Klassentheorien, gesellschaftliche Konflikte und Arbeiter*innenbewegungen.

Wenn „Leben“ zur Arbeit wird

Sie nennen es Leben, wir nennen es Arbeit, herausgegeben von kitchen politics, erweitert den Blick auf Reproduktion und Familie.

Und selbst Raumschiff Cosinus von Tanja Abou stellt für jüngere Leser*innen die Frage, wer eigentlich dafür sorgt, dass alles funktioniert.

Vom Berliner Club bis zum Raumschiff:

Arbeit organisiert einen großen Teil unseres Lebens.

Darüber zu sprechen, wie sie verteilt, bezahlt, anerkannt und verändert wird, bleibt deshalb eine gesellschaftliche Frage.


Who Works – and Under What Conditions?

October 7 is the World Day for Decent Work.

In 2026, particular attention is being paid to young workers and their experiences of low wages, insecure employment and precarious working conditions.

But “decent work” cannot be understood through an employment contract alone.

Who works? Who decides? Which work is paid? Which work remains invisible? And what happens when workers organise?

Shshshshift, edited by ( ) s-p-a-c-e, brings together conversations with workers from Berlin’s queer club and rave culture and explores labour between passion, exhaustion, precarity and commercialisation.

Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht, edited by Peter Nowak, looks at labour struggles in sectors often considered difficult to organise.

In Nothing in common?, Torsten Bewernitz examines class theory, social conflict and labour movements.

Sie nennen es Leben, wir nennen es Arbeit, edited by kitchen politics, expands the question of labour to reproduction and family.

And even Raumschiff Cosinus by Tanja Abou asks younger readers who actually keeps everything running.

From the club to the spaceship, work structures a large part of our lives.

How it is distributed, paid, recognised and changed therefore remains a social question.

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